Leipziger Lorenz Deutloff freut sich über U19-Titel im Beachvolleyball

 

Kiel/Leipzig. So machen Ferien doppelt Spaß: Nahezu aus dem Urlaub reiste der Leipziger Volleyballer Lorenz Deutloff zu den deutschen Beach-Meisterschaften nach Kiel, erschmetterte sich dort mit seinem Dresdner Partner Sebastian Rösler die Goldmedaille in der Altersklasse U19 – und ab ging es mit einem Hochgefühl in die letzte Ferienwoche nach Norwegen.

Sieg gegen Duo aus Bayern

„Wir spielen bereits die dritte Saison zusammen. Und obwohl wir gar nicht so oft zusammen trainieren, harmonieren wir im Sand immer bestens“, erzählte der 17-jährige Sportgymnasiast von den L.E. Volleys. Zu Beginn der Beach-Saison absolvierten Rösler/Deutloff ein zweiwöchiges gemeinsames Trainingslager in Dresden. Dies genügte, um die Weichen für einen erfolgreichen Sommer zu stellen. Der Urlaub musste wegen der deutschen Meisterschaften nicht ausfallen. Der Sportgymnasiast erholte sich zwei Wochen in Bayern und zwei Wochen auf den Seychellen, wo er den Volleyball nur freizeitmäßig ein paar Mal in der Hand hatte. „Dann haben wir noch zwei, drei Mal zusammen trainiert – und es konnte losgehen.“

In Kiel gewannen die beiden Sachsen fast alle Spiele sicher. Nur im Halbfinale mussten sie sich nach vergeigtem ersten Satz richtig durchbeißen. Im Tiebreak mussten sie trotz 10:4-Führung einen Matchball abwehren und gewannen 17:15. das Endspiel gegen ein Duo aus Bayern war dann eine klare Sache. Für die Sachsen strahlte das Gold umso heller, da sie zuvor in der U18 und U20 schon zwei Mal Vizemeister waren.

Deutloff freut sich auf die Halle

Die Chance auf eine ganz große internationale Karriere werden beide wohl nicht bekommen. „Ich bin nur 1,82 groß und bei der Sichtung durchgefallen. Aber für mich ist das gerade Ansporn, die ,langen Latten’ zu bezwingen“, so der Leipziger. Sein Partner gilt mit 1,96 als Blockspieler ebenfalls zu klein.

So gern er im Sand spielt – Lorenz Deutloff freut sich auch wieder auf die Halle, wo er mit den L.E. Volleys im Frühjahr den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hat, aber auch das Spielrecht fürs Regionalligateam besitzt. Bisher schmetterte er als Außenangreifer, doch künftig wird er wohl seine Abwehrstärke meist als Libero einbringen.

Frank Schober, LVZ (12.08.2019)

Foto: privat

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